Die Gewährleistung

Unter der Gewährleistung versteht man die Haftung des Schuldners für Sach- und Rechtsmängel bei entgeltlichen Geschäften. Ein Sach­mangel liegt vor, wenn die erbrachte Leistung qualitativ oder quantitativ nicht dem vertraglich Geschuldeten entspricht, wohingegen ein Rechts­mangel dann vorliegt, wenn der Verkäufer dem Käufer nicht die vertraglich geschuldete rechtliche Position verschaffen kann. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn eine nicht existierende Sache verkauft wird. Wesentliche Voraussetzung für die Gewährleistung ist, dass der Mangel bereits bei Ablieferung der Sache vorhanden ist. Bei entgelt­lichen Geschäften zwischen Unter­nehmer und Verbraucher kann die Gewährleistung zudem nicht ausge­schlossen werden. Bei einer den Gewährleistungs­anspruch auslösenden Mangel­haftigkeit der Leistung kann der Gläubiger die Verbesserung als Nachbesserung oder Nachtrag eines Fehlenden, den Austausch der mangelhaften Sache, die Minderung des vereinbarten Entgelts oder die Aufhebung des Vertrages begehren. Von Gesetzes wegen genießen je­doch die Behelfe der Verbesserung und des Austausches Vorrang, wo­nach dem Schuldner zunächst eine zweite Chance zur vertragsgemäßen Erfüllung geboten werden soll. Der Gläubiger hat darüber hinaus bei der Geltendmachung seines Gewährleistungsanspruchs die Verjährungsfrist von 2 Jahren bei beweglichen Sachen und die Ver­jährungsfrist von 3 Jahren bei unbe­weglichen Sachen zu beachten. Unsere Kanzlei bietet Ihnen um­fassende rechtliche Beratung zu diesem Thema und steht Ihnen für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung.