14. Januar 2021

Die Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge, eine fremde Schuld zu übernehmen, wenn der Hauptschuldner die vereinbarte Verbindlichkeit nicht erfüllt. Der Bürge geht somit eine Personalhaftung ein, um den Haftungsfonds des Gläubigers zu vergrößern. Eine Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Gläubiger und dem Bürgen. Aufgrund der Gefährlichkeit einer Bürgschaft ist die Erklärung des Bürgen in Schriftform abzugeben, um rechtswirksam zu sein. Eine Bürgschaft ist akzessorisch, das heißt, dass sie vom Entstehen und Bestand der Hauptforderung gegenüber dem Hauptschuldner abhängt.

Der Umfang der Bürgschaft kann von der Verpflichtung des Hauptschuldners abweichen. Eine Bürgschaft kann betragsmäßig oder zeitlich begrenzt sein. Es ist auch möglich, nur für einen Teil der Schuld zu bürgen.

Grundsätzlich haftet der (gemeine) Bürge nur subsidiär gegenüber dem Hauptschuldner. Das bedeutet, dass der Bürge erst belangt werden kann, wenn der Hauptschuldner trotz Mahnung nicht bezahlt hat (gemeine Bürgschaft). Haben die Parteien jedoch etwas anderes vereinbart, kann der Bürge sogleich vom Gläubiger in Anspruch genommen werden (Bürge und Zahler). Ein Ausfallsbürge kann hingegen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Hauptschuldner ausgefallen ist, also eine Exekution gegen diesen erfolglos war. Eine Verpflichtung zur vorherigen Durchführung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen besteht nur dann nicht, wenn diese von vornherein aussichtslos wären.

Bürgschaften werden zumeist als Kreditsicherheiten verwendet, wenn der Hauptschuldner nicht genügend eigene Sicherheiten vorweisen kann.

Unsere Kanzlei bietet Ihnen umfassende rechtliche Beratung zu diesem Thema und steht Ihnen für ein persönliches Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.

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Dr. Zsizsik & Dr. Prattes Rechtsanwälte OG
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